La Palma Live

Calima, calima, calima !!

 

Wie immer, den Einen gefällts, die Anderen jammern.
Ändern tut weder das Gefallen, noch das Jammern etwas.
Also bleibt beiden Parteien nix anderes übrig, als abzuwaren bis die sog. Hitzewelle vorbei ist.
Calima sagen wir,  Google sagt; Die Calima ist eine Wetterlage mit Ostwind auf den Kanarischen und Kapverdischen Inseln, die vereinfacht als “ Sandwind aus Afrika“ beschrieben werden kann und den Saharastaubereignissen in Europa entspricht.
Je nachdem wie stark es kommt, hab ich mal mehr mal weniger Sand auf der Terrasse, Sand ist übertrieben, es ist wie feiner Mehlstaub, halt gelb. Lässt sich leicht zusammenfegen !
Es kommt jetzt ganz drauf an, wo, in welcher Höhe man lebt, wie das Haus bzw. die Wohnung gelegen ist, ob Garten und oder Terrasse vorhanden.  Und, da wir hier auf La Palma die westlichste der Kanaren sind, hat sich dieser Wind bereits auf den weiter östlichen Inseln wie Lanzarote und Fuerteventura, auch noch Gran Canaria etwas ausgetobt, abgeschwächt und wir bekommen halt noch den restlichen Sandstaub ab.
Meistens ist es nach 2, 3 Tagen vorbei, kann jedoch manchmal auch länger dauern oder nach 2 Wochen nochmal kommen.

Ich habe in den früheren Jahren einmal erlebt, dass wir 4 Wochen, ja 4 Wochen Calima hatten.  Das war nicht wirklich lustig, obwohl ich habe keine Erinnerung, dass wir irgendwie gelitten hatten. Es war August und “ halt ziemlich warm „, jedoch im Haus angenehm. Wir hatten ein altes kanarisches Bauernhaus mit 68 cm dicken Steinmauern, kleinen Fenstern , ganz hohen Räumen und empfanden es überhaupt nicht schlimm.
Wir wussten nun, warum die Palmeros so dicke Mauern als Hauswände hatten, weshalb die Fenster so klein waren, alle Vorhänge zu und die Zimmer so hoch. Diese Bauweise war doch ziemlich schlau !
Viele von den Überwinterern, also den Ausländern die sich hier Grundstücke gekauft und Häuser gebaut haben, natürlich nach den von ihrem jeweiligen Heimatland gewohnten Haustypen fanden die palmerischen Häuser nicht sehr schön, nicht modern, zu dunkel und überhaupt … na ja. –  Nicht alle – wohlgemerkt !
Wir hatten ja auch erst nach den ersten paar Jahren und einigen Calima Zeiten erkannt, wie wertvoll und äusserst angenehm unser „altes Bauernhaus“  war.
Heute, ein paar Jahrzehnte danach wäre ich total glücklich wenn ich in einem noch so kleinen “ alten, dunklen, mit hohen Räumen  und offen bis zum Dach –  Steinhäuschen – wohnen würde. Herrlich !
Ich habs trotzdem gut, mach alles dicht, nur bei Nacht Fenster auf durchlüften und tagsüber zu, das hilft. Ausserdem ist mir dieses Calima Wetter ja wirklich egal. Ob es jetzt 23 oder 25 oder 27 Grad hat und draussen dann 35 oder mehr.  Ich muss nicht raus wenn ich nicht will.  Muss nicht mehr arbeiten, muss gar nichts, ausser dafür sorgen, dass ich genug Wasser trinke und leichte Kost esse und basta.    Also Calima hin oder her, es ist Sommer !!
Ich hab lieber weniger Klammotten – als die Heizung  an !
Der Winter, wenn man das was wir hier haben, vorsichtig Winter nennen darf,  kommt mit Sicherheit und dann geht das Gejammer wieder los. Nein, bitte nicht !
Die Kanaren haben noch immer das beste Klima und wem es nicht passt, der muss sich einen anderen Platz suchen zum Meckern !!

Ich empfehle die Geschichte aus dem Buch :
Warum der Schäfer jedes Wetter liebt !

Und dann sag ich Tschüssle, servus und adios, jeder darf wie er mag und ich hab überhaupt kein Recht jemand am Meckern oder Jammern und Klagen zu hindern oder kritisieren. Nein, jeder wie er mag.  Sind ja nur meine – bei Calima – entstandenen Gedanken.

Und am Ende noch, lieber Calima wie Corona !!!!  Oder ??

Wenn es nicht so funktioniert wie ich es gerne hätte !

Irgendwas hab ich verkehrt gemacht, jedoch leider noch nicht herausgefunden, was passiert ist.

Ich hatte einen Beitrag geschrieben, der ist weg.
Ob der Virus (ich weiss man sagt das Virus) dran schuld ist oder ich selbst, ist mir tatsächlich fast egal. Es ist nur rauszufinden, wie ich das wieder in Ordnung bringe.  Evtl. hab ich ja jemand der mir dabei behilflich ist. Vamos a ver !   Mal sehn !
Also im Moment nada,
Tschüssle, servus und adios !

spanisch -deutsch
Vamos a ver  = wir werden sehn,
nada = nichts,

Gedanken, heute, damals – wie, anders !!

Donnerstag, 28.05.2020

Nun sind es bereits über 70 Tage, dass ich, bzw. wir in dieser Krise leben.  Ja, ich weiss, es wird irgendwann vorbei sein, jedoch in meinem Kopf herrscht grad so ein Durcheinander, dass ich an das danach und vorbei nicht wirklich denken kann.
Also ein paar Dinge die mir im Kopf rum spucken, da ich einfach zu viel Zeit zum Nachdenken habe.

Der Gedankensalat :
Gedanken kommen daher, möchte manchmal gerne wissen, woher, wer und warum die bei mir auftauchen. Nur ein Beispiel :  überlege warum es immer mehr wird, dass in Deutschland nicht mehr wirklich nur deutsch gesprochen wird, sondern es fällt mir halt auf dass im Fernsehen Ausdrücke gebraucht werden, die eben der englischen Sprache entnommen sind. Ich verstehe, jedoch es gefiel, bzw. gefällt mir nicht. Und nun kommt die Kopfstimme, bzw. die Gedanken.
Halt stopp, benimmst dich  ja wirklich wie eine Alte !!
Wie war es denn in meiner Kindheit und Jugend, als wir damals in Süddeutschland von den Franzosen besetzt waren ??
In einer schnellen Geschwindigkeit haben sich eine Menge Ausdrücke in französisch bei uns breit gemacht, bzw. wurden ganz selbstverständlich übernommen. Ich bin damit aufgewachsen und niemand hat sich beschwert oder hatte was dagegen. In unserer Stadt war eine grosse Kaserne mit franz. Garnison . Viele Familien wohnten in Wohnungen in der Stadt. Bei meiner Oma im Haus eine franz.Familie mit 2 Kindern, die mir bzw. uns Kindern ein bisschen französch beigebracht haben, auch wenn es nur Worte waren.
OK, also damals wars eben französich, heute ist es englisch und wer weiss, eines Tages chinesisch .
In heutiger Zeit:
Die Jugend übernimmt es ganz selbstverständlich und automatisch und jetzt kommts, nur wir ALTEN bemerken es .
Im Anfang habe ich mich dagegen gewehrt, habe darüber manchmal richtig protestiert.  Nun, die Corona Freizeit hat mich dazu gebracht, ganz friedlich zu überlegen und zu sagen, he  lass mal gut sein.
Es gibt eben nicht nur gut und schlecht, nett oder grauslig, richtig oder falsch, gscheid oder doof, blöd etc.etc., sondern schlicht und einfach anderst.
Ja heute ist heute die Welt hat sicher verändert in 70 Jahren und in weiteren 70 wird es wieder anders sein. Nur da schau ich dann von wo anders runter !!
Tschüssle, servus, ade und adios !